kWKilowatt
Kompass
02 / VERGLEICH
Kilowatt Kompass / Planungswissen

PV-Anlagengrößen: Leistung, Module und Fläche

5, 10 und 15 kWp als Vergleichsgrößen verstehen: Modulzahl, Planungsfläche und Beispiel-Jahresmengen transparent prüfen, ohne Autarkie zu versprechen.

kW / KOMPASS · EIGENES SZENARIOMODELL

Ihre Angaben im Cockpit vergleichen

Drei transparente Jahresmengen-Szenarien für den Angebotsvergleich.

RECHNUNG IM BROWSER
kWh

Gemessener Gesamtverbrauch. Bereits enthaltene Zusatzverbraucher nicht nochmals addieren.

kWh/a

Die freie Dachfläche ist eine vorläufige Annahme. Die Wohnfläche wird später getrennt erfasst.

Ertragsannahmen ändern

kWh je kWp und Jahr. Beispielkorridor, keine abgerufenen Standortdaten. Werte aus einer fachlich geprüften Prognose einsetzen.

PRÜFFENSTER / VOR FLÄCHENABGLEICH02
5,7 – 9,4kWp
0102030+ kWp
MODULVERGLEICH · 440 WP13 – 22ca. 33 – 55 m²
FLÄCHENGRENZE · VORLÄUFIG14,1 kWpbis zu 32 Module
Das Prüffenster passt rechnerisch in die angenommene Fläche. Belegungsplan noch erforderlich.
JAHRESMENGE / NACH FLÄCHENBEGRENZUNG4.862 – 10.164 kWh/a
DREI PLANUNGSSZENARIENAuswählen & vergleichen ↓

Jahresbilanz ≠ Versorgung zu jeder Stunde.
Autarkie und Rentabilität werden hier nicht berechnet.

Werte ins Briefing übernehmen
Rechenweg und Grenzen anzeigen

Jahresbilanz: Verbrauch ÷ Ertragsspanne. Vergleich: Verbrauch × 1,5–2,0 ÷ Ertragsspanne. Reserve: (Verbrauch + Mehrbedarf) × 1,5–2,0 ÷ Ertragsspanne. Diese Faktoren sind redaktionelle Vergleichsannahmen, keine Empfehlung eines Forschungsinstituts.

Modulzahlen: ungerundete Leistungsgrenzen auf ganze 440-Wp-Module aufrunden. Das Leistungsfenster wird auf eine Nachkommastelle angezeigt. Fläche: 2,5 m² je Modul, inklusive pauschalem Planungspuffer. Tatsächliche Abstände und Geometrie können abweichen. Bei knapper Fläche begrenzen wir nur die Jahresmengenrechnung auf die angenommene Modulzahl.

Methode lesen · HTW: größere Anlagen mitprüfen · JRC: standortbezogene Ertragsannahmen

5, 10 oder 15 kWp sind Leistungsklassen, keine Haushaltsempfehlungen. Die passende Variante ergibt sich aus dem Ziel, der Belegung und den nachvollziehbaren Ertragsannahmen. Ein 10-kWp-System ist keine pauschale Obergrenze für ein Wohnhaus.

Unser Vergleich setzt 440 Wp je Modul und 2,5 m² Planungsfläche je Modul an. Diese Werte sind ein einheitliches Rechenbeispiel und keine Vorgabe für die Beschaffung.

Nennleistung und ganze Module

Fünf kWp lassen sich mit 440-Wp-Modulen nicht exakt treffen. Zwölf Module ergeben 5,28 kWp, 23 Module 10,12 kWp und 35 Module 15,4 kWp. Deshalb werden Anlagen in Angeboten sinnvollerweise mit tatsächlicher Modulzahl und tatsächlicher Gesamtleistung beschrieben.

Vergleichen Sie die installierte Generatorleistung, nicht bloß eine gerundete Produktbezeichnung. Der Wechselrichter besitzt eine eigene Leistungsangabe. Eine unterschiedliche AC-Leistung ist nicht automatisch ein Fehler, muss aber im Auslegungskonzept erläutert werden.

Planungsfläche als erster Filter

Bei unserem pauschalen Flächenwert benötigen zwölf Module rund 30 m², 23 Module rund 58 m² und 35 Module rund 88 m². Ein Dachplan kann deutlich abweichen. Der Puffer deckt keine individuelle Prüfung von Randabständen und besonderen Hindernissen ab.

Die freie Dachfläche ist nicht die Grundfläche des Hauses und nicht die Wohnfläche. Teilflächen mit verschiedenen Ausrichtungen sollten getrennt beschrieben werden. Kann ein Modul geometrisch nicht platziert werden, hilft eine rechnerisch noch freie Restfläche nicht weiter.

Jahresmengen getrennt vergleichen

Mit dem Beispielkorridor 850–1.050 kWh je kWp und Jahr ergeben zwölf Module etwa 4.488–5.544 kWh, 23 Module etwa 8.602–10.626 kWh und 35 Module etwa 13.090–16.170 kWh. Die Werte entstehen durch Multiplikation und sind keine Standortprognose.

Eine jährliche Erzeugung von 10.000 kWh versorgt ein Haus mit 4.000 kWh Bedarf nicht automatisch zu jeder Stunde. Überschüsse und Netzbezug treten zu verschiedenen Zeiten auf. Ein Speicher verschiebt Energie über begrenzte Zeiträume und ersetzt keinen saisonalen Ausgleich.

Eine größere Belegung mitprüfen

Die HTW-Studie zur Dimensionierung zeigt, warum die Beschränkung auf den Verbrauch allein keine verlässliche wirtschaftliche Auswahlregel ist. Wir übernehmen daraus keine heutigen Renditewerte. Für Ihr Projekt sollten unterschiedliche Belegungen mit aktuellen konkreten Angeboten bewertet werden.

Fragen Sie nach einer technisch möglichen größeren Variante, wenn Ihr Dach sie zulässt. Vergleichen Sie dabei dieselben Verbrauchsdaten, Ertragsannahmen und Systemgrenzen. Eine größere Anlage kann andere Anschluss- oder Planungsanforderungen auslösen; diese müssen konkret benannt werden.

Die Größenentscheidung dokumentieren

Halten Sie fest, warum eine Variante ausgewählt wird. Möglich sind begrenzte geeignete Flächen, ein bestimmtes Budget oder zusätzliche zukünftige Verbraucher. Verwechseln Sie eine bewusste Entscheidung nicht mit einer vermeintlich allgemein gültigen Faustformel.

Im Briefing wird der Speicherwunsch unabhängig von der PV-Leistung abgefragt. Eine Batterie darf nicht allein aus der Generatorgröße abgeleitet werden. Für die Fachplanung zählen Nachtbedarf, Überschüsse, nutzbare Kapazität und das tatsächliche Betriebsverhalten.

Fragen und Antworten

Sind 10 kWp eine technische Obergrenze?

Nein. Ob eine größere Anlage möglich und sinnvoll ist, hängt vom Dach, Anschluss, Messkonzept und konkreten Projekt ab.

Warum gibt es keine exakte Modulzahl für 5 kWp?

Die Generatorleistung ist die Summe ganzer Module. Bei 440 Wp je Modul ergeben zwölf Module 5,28 kWp.

Gelten die Flächenwerte für jedes Dach?

Nein. Sie enthalten einen pauschalen Puffer und ersetzen keinen Belegungsplan mit realen Formaten und Abständen.

Ist eine hohe Eigenverbrauchsquote das wichtigste Ziel?

Sie ist eine Kennzahl unter mehreren. Absolute Mengen, größere Belegungsvarianten und konkrete Wirtschaftlichkeitsannahmen gehören ebenfalls in die Prüfung.

Quellen und Einordnung

PV-Briefing vorbereiten